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Unser erster Start in der F-Klasse beim WT “Ab in den Norden” endete mit einem Paukenschlag: Gleich 2 Nullrunden !!! Dennoch war ich am Ende des Tages sehr zufrieden, denn die Aufgaben waren zwar insgesamt durchaus lösbar, dennoch auch nach Meinung “erfahrener Hasen” aus dem “Workingtest-Zirkus” (<g>) ziemlich knackig. Und so war es dann auch insbesondere für mich ein äußerst lehrreicher Tag in einem sehr interessanten Gelände (der WT fand in der sog. Sandkuhle statt, einer renaturierten Fläche mit Sandhügeln, Teichen mit Sandbänken und Schilfinseln, dann wieder flache Flächen mit mittelhohem Bewuchs) bei sonnigem Wetter und einer sehr netten Truppe (Startplätze 1-10).
Zuerst also die positiven Aspekte:
Sparky hat bei zwei der sechs Aufgaben mit jeweils 20 Punkten die Höchstpunktzahl erreicht, darunter ausgerechnet bei unserem “Zitterfach” Einweisen auf ein “echtes” Blind (d.h. ohne dass das Blind beschossen wurde/ohne sonstige Hilfen). Über diese 20 Punkte habe ich mich auch deshalb sehr gefreut, weil es kein leichtes Blind war, denn der Weg dorthin führte erst über eine flache Fläche mit mittelhohem Bewuchs und dann schräg einen steilen Hang hinauf. Viele Starter entschlossen sich beim Einweisen für die Taktik, ihren Hund erst gerade voran zu schicken und dann auch gerade den Hang hinauf, um ihn dann oben zu stoppen und nach rechts zu schicken Richtung Blind. Dabei bestand jedoch die Gefahr, dass der Hund ausser Sichtweite hinter eine Reihe Bäume geriet. Ich entschloss mich deshalb für eine andere Taktik und schickte Sparky auf der direkten Linie schräg den Hang hinauf, was auch wunderbar funktionierte. Sie kam oben etwas rechts vom Blind an, so dass ich sie nur ein Mal abstoppen musste, um sie dann nach links zu schicken. Ich war ziemlich stolz :-) Richter dieser Aufgabe: Christian Schlögell.
Die 20 Punkte bei der zweiten Aufgabe erzielte Sparky bei einer Kombinationsaufgabe (Treiben mit Freiverlorensuche / Markierung), die jeweils zwei Gespanne im Wechsel arbeiteten. Richter: Heribert Schäfer.
Bei der ersten Aufgabe (Richter: Gereon Ting) hatten wir etwas Pech, denn beinah wäre auch das ein 20iger geworden. Man stand weit oben auf einem Hügel und blickte auf einen Teich mit einer Schilfinsel. Der Wasserstand war so niedrig, dass die Hunde nicht richtig schwimmen mussten und Sandbänke ihren Weg kreuzten. Zu holen war hier eine weite Markierung in bzw. hinter die Schilfinsel. Kamen die Hunde den steilen Hang hinunter, befanden sie sich in einer völlig anderen Welt, da sie unten hoher Bewuchs erwartete der sich erst wieder mit Beginn des Teiches lichtete. Sparky hatte im Grunde perfekt markiert und lief auf direktem Weg in die Schilfinsel, bekam dort jedoch offenbar nicht gleich Wind vom Dummy und verliess die Schilfinsel wieder und fing weiter rechts an zu suchen. Ich entschloss mich hier nicht einzugreifen und tatsächlich fand Sparky dann auch wieder den Weg zurück und fand das Dummy. Also perfekte Markierung, aber leider das Dummy nicht sofort gefunden. Ich bin mir nicht sicher, ob es Punktabzug gibt, wenn man bei einer Markierung den Suchenpfiff einsetzt, sobald der Hund die Zielstelle erreicht hat. Ansonsten wäre es hier vermutlich sinnvoll gewesen, den Suchenpfiff einzusetzen, als Sparky noch in der Schilfinsel war. Unser Ergebnis: 15 Punkte.
17 Punkte gab es dann noch bei der zweiten Aufgabe bei Christian Schlögell: einer Doppelmarkierung. Eine in einen Teich, die zweite fiel auf einem steilen Sandhügel mit Bewuchs. Zuerst war die Wassermarkierung zu holen, die für Hund und Führer praktisch nicht zu sehen war.
Unsere “Nuller” kassierten wir an diesem Tag bei den zweiten Aufgaben von Heribert Schäfer und Gereon Ting.
Bei Heribert Schäfer gab es eine Markierung in eine Senke eines Hügels, in sehr engem Winkel zu dieser Markierung war zuvor ein “echtes Blind” zu holen. Dies entpuppte sich an diesem Tag zu schwer für Sparky. Aufgrund des engen Winkels setzte ich Sparky wie viele andere Teilnehmer auch weiter rechts vom Blind an. Sparky lief zuerst auch geradeaus, der Bewuchs mit Disteln war jedoch nicht nach ihrem Geschmack und auch die Markierung zog sie magisch an, so dass sie ziemlich schnell nach links Richtung Markierung abdriftete. Nach dem Abstoppen gelang es mir dann nicht mehr, sie Richtung Blind zu kriegen und ich brach die Aufgabe dann auch ziemlich schnell ab, um den armen Hund mit meinem Gepfeife nicht völlig zu verunsichern. Eigentlich schade, denn die Markierung, die sie dann noch holen durfte, hat sie auch schnell gefunden. Hier heisst es also für uns weiterhin fleissig zu üben, damit uns derartige Aufgaben zukünftig gelingen.
Die eigentliche “Hammeraufgabe” des Tages, die vielen Teilnehmern eine Null einbrachte, hatte sich Gereon Ting ausgedacht. Ob er wohl damit spekulierte, dass der Absatz von Flitze-Hasen-Gummiband-Dummys in rapide Höhe schnellt? ;-)
Man ging mit seinem Hund frei bei Fuß, Gereon Ting ging links vom Hundegespann und gab einem Helfer hinten links auf einem Hügel in etwa 70 Meter Entfernung ein Zeichen, der daraufhin mit einem “brrrt brrrt” eine Markierung nach unten ins Schilf warf.
Während dieses Dummy noch flog, gab ein weiterer Helfer schrägrechts vom Gespann in etwa 10 Meter Entfernung einen Schuß ab, der die Aufmerksamkeit der Hunde erregte, so dass sie nicht mehr die Fallstelle der geworfenen Markierung mitbekamen.
Weiter ging es frei bei Fuß und auf ein weiteres Zeichen von Gereon Ting ließ der Helfer rechts ein Flitze-Dummy lossausen, dass einige Meter vor dem Gespann von rechts nach links über die Fläche raste, begleitet von einem sehr lauten Schuß auf dieses Dummy.
Natürlich hatte man sich zuvor schon mal die Aufgabe bei den Vorgängern angeschaut und mitbekommen, welche grossen Probleme diese Aufgabe den meisten Gespannen bereitete. Fast keinem gelang es hier, seinen Hund direkt auf die Markierung zu schicken, alle zog es zum Flitze-Dummy. Diese Verleitung war aber auch zu gross und so wurden etliche Möglichkeiten durchdiskutiert, wie man es am besten anstellt, seinen Hund vom Flitze-Dummy weg zur Markierung zu bekommen. Auch ich liess mich davon anstecken und grübelte darüber nach, doch eigentlich völlig umsonst. Denn als das Flitze-Dummy vor uns hersauste und der Schuß hallte, stürzte sich Sparky mit grenzenlosem Eifer auf das Flitze-Dummy... :-)
Eingesprungen, vielen Dank, 0 Punkte :-) Tja, und nun weiss ich immer noch nicht, ob es mir gelungen wäre, Sparky vom Flitze-Dummy wegzukriegen in Richtung Markierung.
Der Verlauf dieser Aufgabe hat mir nochmals gezeigt, wie wichtig es doch ist, Wettkamperfahrungen zu sammeln und auch derartige Aufgaben ruhig und gelassen anzugehen (leichter gesagt als getan). Ein kurzes “Bleib” beim Lossausen des Flitze-Dummy hätte vermutlich genügt, um das Einspringen Sparkys zu verhindern.
Am Ende eines sehr schönen Tages mit einer Super-Truppe konnte ich folgendes Fazit ziehen:
1. Es gibt noch viel zu tun, packen wir`s an :-)
2. Wären die Nullrunden nicht gewesen, wären wir unter die ersten 10 gekommen ;-))
Unser nächster Workingtest in der F-Klasse ist der WT Ruhr . Unser Ziel: Höchstens eine Nullrunde ! :-)
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